Oltrefinale

Oltrefinale an sich gibt es nicht. Es vielmehr die Bezeichnung für die Klettergebiete die sich zwischen Finale und der französischen Grenze befinden. Das Gebiet umfasst 6 Täler, in denen sich rund 2000 Routen befinden, die sich bis auf rund 1400m über Meereshöhe erstrecken. Somit gibt es auch gute Zufluchtsorte für die wärmeren Tage. Rar gesäht sind jedoch Campingplätze (z.B. in Albenga wo sich auch die nächsten größeren Supermärkte befinden). Viele Kletterer campieren in Finale selbst und pendeln dann zu den Klettergebieten in Oltrefinale. Wirklich praktisch ist das nicht. Wir hatten das Glück autark stehen zu können, so dass sich die Anfahrt deutlich verkürzte. Wir haben uns aber auch „nur“ im Val Pennavaire aufgehalten, in dem sich allein schon knapp 1000 Routen befinden. Zwei geeignete Stellplätze haben wir in der Karte unserer Reiseroute eingetragen.

Anders als in Finale war die Kletterei in den Sektoren die wir besucht haben (Terminal, la Fontana, Colosseo, Red up) eher von Leisten und Auflegern geprägt und meist steiler. So starke Ausreißer in der Bewertung, wie es in Finale vor kam, konnten wir hier nicht feststellen. Unterhalb des 6. Franzosengrades gab es in diesen Sektoren nur wenig Auswahl, bis zum oberen 7. jedoch genug um Monate hier zu verbringen… Die Ausrichtung verteilt sich auf nahezu alle Himmelsrichtungen, wobei auch die Wandfüße der meisten südseitig ausgerichteten Gebiete schattig sind. So lässt es sich auch an den wärmeren Tagen gut aushalten.

Wer mit dem eigenen Fahrzeug anreist oder einen Mietwagen hat, dem stehen mit Finale und Oltrefinale unzählige und abwechslungsreiche Kletterdestinationen zu Verfügung.