Der Dicke

Ja, der Dicke – so der Taufname unseres weißen Ford Transit, Baujahr 2003 – oder „El Gordo“ wie wir ihn auch gerne nennen. Das heißt „der Dicke“ auf Spanisch. Übrigens eine der ersten Spanischvokabeln in Markus kleiner Tupperbox in der er seine neuen Wörter auf noch kleineren Zetteln sammelt.

Der Dicke am Pass des Mt. Ventoux

Der Dicke am Pass des Mt. Ventoux

El Gordo ist in Spanien aber auch die älteste und größte Weihnachtslotterie der Welt. Jedes Jahr am 22. Dezember werden hier ca. 640 Millionen Euro ausgeschüttet. Zwar hat unser Dicker keinen vergleichbaren materiellen Wert, dennoch ist er zusammen mit dem Mann an meiner Seite mein persönlicher Hauptgewinn und mit dem Kauf im August 2013 der Beginn meiner „Projektverwirklichung“.

Und niemand anders als Burkhard, der Dicken-Erbauer und Erstbesitzer könnte besser beschreiben welche Mühen er in diesen liebevollen Ausbau gesteckt hat und mit welchen „Features“ er den Dicken ausgestattet hat. Deshalb habe ich Burkhard gebeten für unseren Blog die Vorstellung des Dicken zu übernehmen. Wie er den Weg zu mir gefunden hat könnt ihr unter Projekt Kletternleben lesen, weitere Fotos findet ihr hier.

Unser Dicker
Nachdem wir 10 Jahre mit dem Wohnwagen unterwegs waren, sollte es wieder ein Wohnmobil werden. Das letzte war ein Renault Traffic mit 65 PS. Jetzt sollten es doch ein paar mehr sein. Unser Ziel war ein Reisemobil, mit dem wir schnell von A nach B konnten, dass im Alltag auch als Familienkutsche zu nutzen war und im Urlaub Toilette, Küche und Schlafzimmer bieten sollte. Ach ja, zusätzlich musste irgendwie Platz für meine 650er Honda (200kg) geschaffen werden. Die „eierlegende Wolfmilchsau“ wurde gesucht. In Jülich bei Aachen (Ford Hostenbach) wurden wir fündig.
130 PS Power, 5 Sitze, nahezu Stehhöhe, und genügend Länge, um das Motorrad hinter der Sitzbank zu „parken“. Dazu ein „Neuwagen“, der noch nie zugelassen, nur auf dem Werksgelände von Ford in Belgien in 6 Wochen 30.000 km gefahren war. Umbau im Frühjahr 2003 und es ging los. Wir besuchten in den 10 Jahren, die wir ihn fuhren Norwegen, Luxemburg, Italien, Spanien, Andorra, Slovenien, Kroatien, die Niederlande, Belgien und immer wieder Frankreich.
2 Pannen sind uns sehr in Erinnerung geblieben:
Wir fuhren auf der Tangenziale Ovest Milano, neben uns wurde gehupt und auf unseren Reifen gezeigt. „Kennen wir, nur ein Trick, die wollen uns überfallen“ dachten wir. Da aber immer mehr Signale von unterschiedlichen Autos kamen, hielten wir in einer kleinen „Pannenbucht“ an. Wir hatten einen ziemlich platten Reifen. Der Wechsel war extrem schwierig, da die Felge vom Ersatzrad so heiß war, dass ich mir die Arme verbrannt habe. Immer bekamen wir Zeichen, dass wir nicht auf der Autobahn „reparieren“ durften, sondern einen Abschleppwagen bestellen sollten.
Der Zweite Fall war auf Korsika. Der Wagen rollte noch rückwärts, als ich den
1. Gang einlegte und „weg“ wollte. 130 PS zerrten an 3t Fahrzeug (incl. Motorrad) und die Antriebswelle konnte dem nicht standhalten. Sie scherte ab.
Wochen nach unserer Rückreise per Leihwagen wurde der Dicke vom ADAC „heim“ gebracht. Die Reparatur kostete 1000€ und das nur wegen Ungeduld.
Die vielen schönen Momente, die wir in unserem Dicken an einsamen Stellplätzen mit Sonnenuntergang, in Höhen auf den Bergen oder direkt am Fluss verbracht haben sind unvergessen.

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