An den Pazifik

Den mittelamerikanischen Osterwahnsinn hatten wir gut überstanden und die öffentlichen Verkehrsmittel fuhren auch wieder in gewohnter Weise.  Zeit um weiter zu fahren – nächster Zwischenstopp San José.  Die Hauptstadt Costa Ricas ist Dreh- und Angelpunkt für Busreisende. Von den in der Stadt verteilten Busbahnhöfen erreicht man bequem die meisten Ziele im Land. In San José selbst ist man jedoch mangels Busverbindungen oft auf das Taxi angewiesen.

Mittelamerikanische Großstädte ziehen uns nach wie vor nicht in ihren Bann, was unsere Vermutung nach einigem Hörensagen dann auch wieder mal bestätigte. Monteverde schien uns dagegen genau der richtige Ort zu sein, bevor es uns zu unserer vorerst letzten Station unserer Reise an die Pazifikküste führen sollte.

Monteverde ist bekannt und beliebt wegen seiner Naturreservate und Nebelwälder. Die letzen gut 30min der Anfahrt führen über eine staubige Schotterpiste in den im Hochland gelegenen Ort.  Auch wenn der Ort recht touristisch ist geht es hier noch beschaulich zu. Bei unserer Wanderung durch einen der Nebelwälder erhofften wir uns nochmal etwas von der vielfältigen Tierwelt zu sehen. Die blieb uns dieses mal jedoch zum großen Teil verborgen.

Vulkan Arenal

Vulkan Arenal

Dafür war dank geringer Bewölkung der Arenal zu sehen, also natürlich nicht die bekannte Partymeile auf Mallorca, sondern Costa Ricas jüngster Vulkan, der zugleich einer der aktivsten weltweit ist.

Wechselbäder sollen ja bekanntlich gesund sein, so ging es aus dem kühlen Hochland,  Monteverde liegt immerhin auf bis zu 1700m über dem Meeresspiegel, an die Pazifikküste, nach Montezuma. Tagestemperaturen von bis zu 40 Grad, nachts um die 28 Grad kühl, da freut sich unser Jahresdurchschnitt, der im europäischen Winter ja zuletzt etwas geschwächelt hat. Mit den Temperaturen stieg proportional auch der Speiseeiskonsum, wobei die Konkurrenz durch Fruchtsmoothies enorm war. 🙂

Abkühlung in Montezuma

Abkühlung in Montezuma

Montezuma ist ein kleiner Küstenort und mit nur knapp 200 Einwohnern ein kleines Nest. Hier hin und ins benachbarte Santa Teresa zieht es wegen der guten Wellen vor allem die Surfer. Also eine gute Möglichkeit mit dem Surfen zu beginnen, was ich schon immer mal ausprobieren wollte, zuletzt noch im Winter in Portugal. Dort waren aber die Wassertemperaturen nicht so einladend wie hier, weshalb ich mich letztendlich dagegen entschied. Mit 29 Grad hat das Meer hier beinahe Badewannentemperatur. Schööön. Ein kurzweiliger Tageskurs bei den Jungs von „young vision surf school“ brachte die nötige Grundlagentechnik und somit die ersten Erfolge. In den darauf folgendenTagen machten Bennie (zufällige Reisebekanntschaft aus Hamburg) und ich mit unseren autodidaktischen Surfversuchen die Strände in der Umgebung unsicher. Und da wir ja schon große Jungs sind, dauerte es auch nicht lange, bis wir uns in den größeren, nicht unbedingt anfängerfreundlichen Wellen wieder fanden – bis einer weint. 🙂 Am letzten Tag kam dann prompt die Quitting, als das Surfbrett und meine Rippe miteinander Bekanntschaft machten.

Mels Sprachschule und Hostel - hier lässt es sich aushalten

Mels Sprachschule und Hostel – hier lässt es sich aushalten

Die Kletterabstinenz wird sich nun Wohl oder Übel noch etwas verlängern. Bis auf den kleinen Zwischenfall wars dennoch ein riesen Spaß. Während ich fleißig Me(e/h)rwasser schluckte zog es Mel nochmal in eine etwas höher gelegene und kühlere Region, nach Turrialba. In einem mehrtägigen Intensiv-Kurs feilte sie weiter an ihren Spanischkenntnissen, bevor wir uns vor dem Heimflug nach Deutschland wieder in San José trafen.

3 Gedanken zu „An den Pazifik

  1. Madin

    Servus ihr beiden…..seit ihr verschollen….laaaaange nichts mehr gehört,wo seit ihr alle und wie geht’s euch……Grüße vom Ruhrpott bartzi

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