Auf den Spuren des Quetzals

Mit dem Bus fuhren wir über David nach Boquete und somit in den gleichnamigen Distrikt, der durch den Vulkan Barú bekannt ist, Panamas höchsten Berg (3477m).

In den modernen Langstreckenbussen lässt es sich bequem reisen und auch die Preise sind, im Vergleich zu allem anderen hier, günstig. 15 US$ bzw. panamaische Balboa für 8,5 Stunden Busfahrt, das ist fair.

endlich mal ein restauriertes Stueck Panamericana

endlich mal ein restauriertes Stueck Panamericana

Boquetes Klima ist sehr angenehm. Tagestemperaturen bis 32 Grad, begleitet von leichtem Wind; nicht umsonst zieht es an Wochenenden viele Panamaer hier her. Die Wandermöglichkeiten tragen ihr übriges dazu bei. Mit dem Pipeline Trail fanden wir eine schöne, entspannte Dschungelwanderung auf der es, wenn man die Augen offen hält, einiges zu sehen gibt. Dies taten wir und wurden auch gleich belohnt. Blaue Morphofalter, Glasflügelschmetterlinge, Kolibris und diverse andere Tierchen sahen wir viele, aber auch den vom Aussterben bedrohten Quetzal, einen wunderschönen Vogel, der aber nicht ganz einfach zu finden ist. So erwies es sich nicht als die schlechteste Idee einen Tourguide vorbei ziehen zu lassen, der den Gesang des Quetzals gut imitieren kann, denn im Dickicht sieht man manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und wie so oft im Leben heißt es: gewusst wie. Mel bewies nicht nur einmal ihr ornithologisches Gespür und entdeckte im weiteren Verlauf das scheue Federvieh, Männchen wie auch Weibchen, noch vor den Tourguides. Für scharfe Fotos hat es wegen der widrigen Lichtverhältnisse leider nicht gereicht.

Widererwarten fanden wir in Boquete eine Yogalehrerin, die Acro Yoga anbietet. Acro nicht Agro. Uns gehts noch bestens, keine Sorge. 🙂 Wer davon noch nichts gehört hat, findet im Web Antworten. Vor knapp einem Jahr haben wir mit Gelegenheits-Selbstversuchen begonnen, was auch ganz gut funktionierte, aber recht schnell braucht es dann doch Instruktionen, wenn man weiter kommen möchte. Die Gelegenheit packten wir gleich am Schopfe, um gleichzeitig unserem Sportmangel ein wenig entgegen zu wirken.
In Boquetes WildLife Refuge durften wir mit einer kleine Obst- und Gemüsespende Tucan, Klammeraffe, Ara und Uhu bestechen, die allesamt leider nicht mehr ausgewildert werden können. Das Projekt an sich finde ich gut und ist auf jeden Fall unterstützenswert.

Zur Abwechslung durfte das Wellnessprogramm natürlich nicht fehlen. Was gibt es bei dem hiesigen Klima schon besseres als eine natürliche Thermalquelle im Nirgendwo, geheizt durch Onkel Vulkan. Per Daumenexpress (da war sie wieder, die mañana Mentalität) zum Ausgangspunkt und von dort fußläufig in 45 min. zu den Quellen.

Der gelbe Planet meinte es an diesem Tag besonders gut, aber macht nix, so konnte ich gut akklimatisiert ins 41 Grad warme Wasser steigen. Wie sagte Oma schon: was gegen Kälte hilft, hilft auch gegen Wärme. Immer wieder schön was unsere Natur so zu bieten hat. Für die tägliche Abkühlung war jedenfalls gesorgt. Schon im Reiseführer lasen wir von einer vermeintlich guten Eisdiele im Ort. Hier gabs das vielleicht beste Fruchteis in Zentralamerika?! 😉
Und dann gab’s noch eine Überraschung der Kategorie ‚die Welt ist klein‘. Im Weltort Boquete treffen wir in unserem Hostel zufällig eine Bekannte, die 5 km von meinem Elternhaus entfernt wohnt und bei der wir seit zig Jahren Spargel kaufen gehen… Panama, der Nabel der Welt. Den gemeinsamen Abend verbrachten wir in einer Bar, in der die Jungs und Maedels von ‚Soulfire Project‚ Reggae-Musik zum Besten gaben.
Die Tage fliegen wieder nur so dahin, wir ziehen weiter wohin?!

Ein Gedanke zu „Auf den Spuren des Quetzals

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